Morbach’s Klassik Musik Laden (97) The Fitzwilliam Virginal Book (1) Die erste Gesamteinspielung einer zentralen Quelle historischer Tastenmusik

Eines der berühmtesten Zeugnisse der englischen Musik und gleichzeitig die umfangreichste Quelle der englischen Tastenkunst aus der Zeit Elisabeths I. (und etwas über sie hinausgreifend) ist das Fitzwillam Virginal Book. Es ist benannt nach einem seiner späteren Besitzer, dem Gründer des Fitzwilliam Museums in Cambridge, Richard, dem siebten Viscount Fitzwilliam von Merrion im County Dublin (1745–1816). Der Titel scheint darauf hinzudeuten, dass sich diese Musik ausschließlich an die rechteckige Form des Kielclaviers wendet. Das Virginal war gewiss in England das in bürgerlichen und Kreisen des Adels am weitesten verbreitete Tasteninstrument; es war vergleichsweise preiswert. Aber auf dem Cembalo ­– dem italienischen und frühen flämischen Typus – kommt diese Musik klanglich eigentlich besser zur Entfaltung. Die Niederschrift der Sammlung erfolgte mit großer Wahrscheinlichkeit durch Sir Francis Tregian d. J., während dieser im Fleet-Gefängnis eine Strafe verbüßte. 1608 war der strenggläubige Katholik als Rekusant angeklagt worden, weil er sich geweigert hatte, am anglikanischen Gottesdienst teilzunehmen. Wahrscheinlich 1619 verstarb er im Gefängnis. Die prominentesten Komponisten aus der Zeit Elisabeths I. und Jacobs I. sind in der Sammlung vertreten, die zentrale Quelle zum Beispiel für die Tastenmusik von William Byrd und John Bull. Die 297 Stücke präsentieren sämtliche Gattungen und Genres der Claviermusik der Zeit.

Montag, 23.11. • Dienstag, 24.11. • Donnerstag, 26.11. • Freitag, 27.11.:
jeweils 12–14 Uhr • Mittwoch, 25.11.: 18–20 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.